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Ausbildungsvergütung 2026: Caritas-Dienstgeber behaupten im Wettbewerb um Nachwuchs ihre Führungsposition

Ausbildungsvergütung im Branchenvergleich – Update 2026. Im Wettbewerb um Nachwuchskräfte erweisen sich die Caritas-Dienstgeber im Branchenvergleich erneut als attraktive Arbeitgeber mit hohen Ausbildungsvergütungen.

Die Entscheidung für den Pflegeberuf lohnt sich von Beginn an: In keiner anderen Ausbildung ist die Vergütung höher als in der Pflege. Das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht jährlich einen Tarifvergleich der Ausbildungsvergütungen. Der aktuelle Vergleich der Ausbildungsvergütungen in über 20 ausgewählte Branchen für das Jahr 2026 wurde am 31. Juli 2026 veröffentlicht. Der Vergleich zeigt, dass sich der Trend der letzten Jahre fortsetzt und die Ausbildungsvergütungen weiterhin deutlich ansteigen – im Durchschnitt um 3,3 Prozent und damit zum Teil stärker als die Löhne in den jeweiligen Branchen.

Aufgrund des hohen Drucks, den der Fachkräftemangel auf den Arbeitsmarkt ausübt, werden die Tarifbranchen, in denen im Durchschnitt weniger als 1.000 Euro im Monat gezahlt werden, immer weniger. Nur noch in zwei der 20 betrachteten Tarifbranchen ist dies der Fall. So liegt lediglich die durchschnittliche Ausbildungsvergütung in der Landwirtschaft im Bezirk Nordrhein mit 968 Euro monatlich und im Friseurhandwerk in Nordrhein-Westfalen mit 923 Euro noch unter 1.000 Euro. Das Schlusslicht ist weiterhin das Friseurhandwerk in Nordrhein-Westfalen, in dem die Vergütung nur leicht über der Mindestausbildungsvergütung von inzwischen durchschnittlich 875 Euro liegt. Im ersten Ausbildungsjahr liegt auch die Vergütung in der Floristik mit 900 Euro noch unter der Grenze von 1.000 Euro.

Die höchsten Ausbildungsvergütungen im ersten Ausbildungsjahr mit mehr als 1.200 Euro monatlich werden mittlerweile in neun Branchen erzielt. An erster Stelle stehen die Pflegeberufe im Tarifbereich des Öffentlichen Dienstes Bund und Kommunen mit 1.491 Euro, gefolgt von den Pflegeberufen im Öffentlichen Dienstes der Länder und dem privaten Bankgewerbe (1.400 Euro). Im Bereich der AVR Caritas wird der in der im Tarifvergleich des WSI ausgewiesene Höchstwert für Pflegeberufe um 11 Euro überschritten; damit erhalten Auszubildende in Pflege bei Caritas derzeit die höchste Ausbildungsvergütung. Sie beträgt seit 1. Februar 2026 1.502 Euro. Eine Ausbildungsvergütung in gleicher Höhe erhalten auch Auszubildende in der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin.

 

Die Grafik veranschaulicht den Durschnitt der Ausbildungsvergütungen über alle Ausbildungsjahre hinweg. Die Unterschiede zwischen den Branchen setzt sich im zweiten und dritten Ausbildungsjahr fort. Daher liegen auch hier die AVR Caritas für Pflegeberufe ungeschlagen an erster Stelle. Die Mindestausbildungsvergütung beträgt im zweiten Jahr 854 Euro, im dritten Jahr 977 Euro, im vierten Jahr 1.014 Euro und liegt über die gesamte Ausbildungszeit hinweg im Durchschnitt bei 875 Euro.

Fazit

Die aktuellen Zahlen zeigen eindeutig: Wer von Beginn seiner Ausbildung an und später im Berufsleben gut verdienen möchte, geht in die Pflege oder eine praxisintegrierte Erzieherausbildung bei der Caritas. Die Ausbildungsvergütungen und Löhne der AVR Caritas, die im Branchenvergleich einmal mehr Spitzenpositionen einnehmen, sprechen für sich. Die Vergütung in typischen Berufen bei der Caritas sind in aktuellen Faktenblättern Vergütung dargestellt.

Ökonomische Analyse

Autor/-in: Dr. Pascal Krimmer

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