Zusammen geht was
Drei Tage lang wurde Berlin zum Treffpunkt der Caritas: Vom 24. bis 26. Juni 2026 kamen beim 7. Caritaskongress auf dem EUREF-Campus rund 1.000 Vertreterinnen und Vertreter aus Verband, Einrichtungen, Diensten, Kirche, Politik und Praxis zusammen. Der Kongress stand unter dem Motto der Caritas-Jahreskampagne 2026: „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen.“ Damit wurden Austausch, Vernetzung und die Frage in den Mittelpunkt gerückt, wie die Caritas über Generationen hinweg Zukunft gestalten kann.
Ganz in diesem Sinne präsentierten sich auch Dienstgeber- und Mitarbeiterseite zusammen beim Caritaskongress. Am gemeinsamen Stand wurde sichtbar, was die Arbeitsrechtliche Kommission ausmacht: unterschiedliche Perspektiven, gemeinsame Verantwortung und der Wille, gute Lösungen für die Caritas als Arbeitgeberin und für die Mitarbeitenden zu entwickeln. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit für Gespräche, Nachfragen und fachlichen Austausch. Passend zu den hochsommerlichen Temperaturen in Berlin gab es am Stand Eis – eine willkommene Abkühlung und zugleich ein kurzweiliger Anlass, miteinander ins Gespräch zu kommen.



AVR Caritas: Attraktiv für Jung und Alt?
Ein inhaltlicher Höhepunkt war die gemeinsame Session „AVR Caritas: Attraktiv für Jung und Alt?“. Dort griffen Dienstgeber- und Mitarbeiterseite das Generationenthema des Kongresses auf und diskutierten, wie der Caritastarif auf unterschiedliche Lebensphasen reagieren sollte. Auf dem Podium saßen für die Dienstgeberseite Johannes Brumm und Gabriele Stark-Angermeier, für die Mitarbeiterseite Oliver Hölters und Andrea Grass. Ergänzt wurde die Runde durch Jana Fünder und Richard Forner, die die Perspektive des Berufsstarts bei der Caritas einbrachten. Bemerkenswert war zudem die Zusammensetzung des Publikums: Mitarbeitende und Dienstgeber waren nahezu gleich stark vertreten, auch die Altersgruppen und Lebensphasen waren breit gemischt.


Die Diskussion machte deutlich, dass Attraktivität nicht allein durch gute Tabellenentgelte entsteht. Aus Dienstgebersicht braucht es AVR, die mehr ermöglichen – etwa verlässliche Dienstplanung, flexible Arbeitszeitmodelle, Entlastung in Familien- und Sorgephasen, Perspektiven für junge Beschäftigte, Angebote für erfahrene Mitarbeitende sowie Möglichkeiten, besondere Flexibilität gezielt anzuerkennen. Die lebhafte Beteiligung aus dem Publikum zeigte, wie groß das Interesse an tragfähigen Antworten ist. In den Wortmeldungen ging es auch um die Frage, wie sich die Caritas angesichts drohender gesetzlicher Veränderungen und eines enormen Kostendrucks als verlässliche und sichere Arbeitgeberin behaupten kann. Klar wurde: Die Caritas braucht Arbeitsbedingungen, die zu den Realitäten in Einrichtungen und Diensten passen – und zugleich Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen ernst nehmen.
Die Arbeitsrechtliche Kommission ist ein Ort gelebter gemeinsamer Verantwortung: Wo miteinander gesprochen, zugehört und gerungen wird, können Lösungen entstehen. Oder im Sinne der Jahreskampagne: Zusammen geht was. Das wurde beim Caritaskongress spürbar.
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