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Wer Tarifbindung stärken will, darf Tariflöhne nicht für unwirtschaftlich erklären

Statement von Johannes Brumm, Sprecher der Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes

Berlin/Freiburg. Die aktuellen Reformüberlegungen der Bundesregierung, die verlässliche Refinanzierung von Tarifentgelten in der Sozialwirtschaft infrage zu stellen, weisen die Caritas-Dienstgeber entschieden zurück. Tariflich vereinbarte Entgelte unter einen pauschalen Unwirtschaftlichkeitsverdacht zu stellen, widerspricht dem richtigen und wichtigen Ziel der Bundesregierung, die Tarifbindung zu stärken.

Tarifbindung schafft Verlässlichkeit: für Beschäftigte, für Träger sozialer Dienste und für die Menschen, die auf eine gute Versorgung angewiesen sind. Sie sichert wettbewerbsfähige Arbeitsbedingungen, stärkt die Attraktivität sozialer Berufe und gibt Einrichtungen die notwendige Planungssicherheit. Eine stabile und auskömmliche Refinanzierung tariflicher Entgelte ist deshalb eine Grundvoraussetzung für funktionierende soziale Infrastruktur.

Die Tariflöhne in der Sozialbranche sind auf Grund des gesellschaftlichen Wandels – auch auf Druck der Politik – in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Sozialbranche wächst und mit ihr der Bedarf an Arbeitskräften. Es ist im gesamtgesellschaftlichen Interesse, systemrelevante Berufe attraktiv zu gestalten. 

Caritas-Dienstgeber stehen täglich in der Verantwortung, ihren Versorgungsauftrag unter zunehmend schwierigen Bedingungen zu erfüllen. Dazu braucht es verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen statt zusätzlicher Unsicherheit. Die Infragestellung der Wirtschaftlichkeit von Tariflöhnen ist das falsche Zeichen zur falschen Zeit.

Pressefoto Johannes Brumm, Foto: Peer Mucks

Ihr Ansprechpartner

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Kommunikationsreferentin

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Statement

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