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Arbeitsrecht im Fokus: Rückschau auf den 17. Arbeitsrechtstag in Freiburg

Mit über 70 Teilnehmenden war der 17. ART am 1. und 2. Oktober 2026 der bisher größte seiner Geschichte.

Aktuelle Rechtsfragen, konkrete Fälle aus der Praxis und viel Gelegenheit zum persönlichen Austausch: Am 1. und 2. Oktober 2026 kamen über 70 Teilnehmende zum 17. Arbeitsrechtstag der DGS-Geschäftsstelle in Freiburg zusammen – und machten diese Ausgabe damit zur bisher größten seiner Geschichte. Die Fortbildungsakademie des Deutschen Caritasverbandes bot dafür nicht nur den fachlichen Rahmen, sondern auch einen besonderen Ausblick über Freiburg bis hin zu Kaiserstuhl und Vogesen.

Dr. Christian Gohm, Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg und Richter am Kirchlichen Arbeitsgerichtshof, eröffnete den Arbeitsrechtstag mit dem Thema: „Gut gewappnet vor dem kirchlichen Arbeitsgericht“. Neben den rechtlichen Grundlagen stand das taktische Vorgehen vor Gericht im Mittelpunkt. Dazu bereicherte er seinen Vortrag mit anschaulichen Fallbeispielen aus seiner eigenen richterlichen Praxis. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen gab es die Gelegenheit, in persönlichen Gesprächen die Themen zu vertiefen.

Der Freitag begann mit einem Referenten, der beim Arbeitsrechtstag inzwischen zur guten Tradition gehört: Prof. Dr. Christian Picker von der Universität Tübingen. Auch in diesem Jahr griff er ein Thema auf, das viele Dienstgeber unmittelbar beschäftigt: Mobiles Arbeiten und Homeoffice. Nach den Erfahrungen der Pandemie hat sich die Perspektive in zahlreichen Betrieben spürbar verändert. Statt einer Ausweitung des Homeoffice lautet das Motto vielerorts inzwischen eher „Return to office“. Prof. Picker ordnete ein, welche arbeitsrechtlichen Möglichkeiten Dienstgeber dabei haben.

Ebenfalls bestens vertraute und geschätzte Referentengesichter beim Arbeitsrechtstag sind die Rechtsanwälte Magdalena Fauth und Dr. Jörg Vogel von Kaiser & Sozien. Ihr Blick auf aktuelle Rechtsprechung und betriebliche Fragestellungen gehört zu den festen Bestandteilen des Arbeitsrechtstags. Auch diesmal zeigte sich schnell, wie groß der Gesprächsbedarf ist: Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit für einen regen Austausch über aktuelle Fälle und konkrete Fragen aus ihrer eigenen Praxis. Aus Vortrag und Diskussion entwickelte sich so ein unmittelbarer Transfer zwischen Rechtsprechung und betrieblichem Alltag.

Der Abschluss des Arbeitsrechtstags stellte die aktuellen arbeits- und tarifrechtlichen Themen der Caritas-Dienstgeber und der Arbeitsrechtlichen Kommission in den Mittelpunkt und warf damit einen Blick auf Themen, die die Arbeit der Caritas-Dienstgeber in den kommenden Monaten prägen werden: Die Referenten der DGS-Geschäftsstelle informierten über den Stand der kurz vor dem Abschluss stehenden MAVO-Reform und die AVR Caritas 2027.

Der 17. Arbeitsrechtstag verband erneut juristische Einordnung und praktische Erfahrung mit persönlichem Austausch. Gerade diese Mischung macht den besonderen Charakter der Veranstaltung in Freiburg aus.

Text: Sylvia Lutz-Munder; Fotos: DGS

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