Abschied von Heinz-Josef Kessmann als Vorsitzender der Arbeitsrechtlichen Kommission
Grußwort Norbert Altmanns
Lieber Herr Kessmann,
im Namen der Dienstgeberseite bedanke ich mich explizit für Ihren Einsatz in der AK. Mit Ihnen verabschiedet sich aus der AK ein starker Verfechter des Dritten Wegs. Ihr Einsatz für diesen auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Gremien, insbesondere aber auch in der AK, sind Ausweis hierfür. Ich denke, ich übertreibe nicht, wenn ich sage, Sie haben die Kommissionsarbeit gelebt – und damit auch geprägt. Ein ganz wichtiger Punkt, den es anlässlich Ihres Abschieds hervorzuheben gilt, ist: Sie haben sich stets für die Gesprächsbereitschaft der Seiten eingesetzt – ohne diese Gesprächsbereitschaft funktioniert der Dritte Weg nicht. Nur wenn die Seiten das vertrauensvolle Gespräch suchen und führen, gelingt gute Tariffindung mit breiter Akzeptanz.
Mit ihren Impulsworten zum Anfang einer jeden Bundeskommissionssitzung haben Sie die Stimmung der jeweiligen Sitzung treffend aufzugreifen gewusst. Damit haben sie dazu beigetragen, dass bei aller Diskussion und hitziger Atmosphäre die Fokussierung auf das Wesentliche möglich wurde. Was die Sitzungsleitung angeht, wussten Sie mit abwägenden Worten und Nachdruck Diskussionen zu moderieren – und zu einem Abschluss zu bringen. In vertrackten Situationen geschickt auf einen Konsens hinzuwirken, ohne dabei parteiisch zu werden, zur rechten Zeit aber auch einmal deutliche Worte zu finden, ist eine Stärke, die wir in der AK zu schätzen wussten.
Vor allem aber Ihre Fähigkeit, im Gefecht der Sitzungen, in der heißen Phase den Faden nicht zu verlieren und die Sache wieder zusammenzuführen, hängt die Latte hoch für Ihren Nachfolger. Ihnen ist das Kunststück gelungen, aus der Dienstgeberposition kommend in der AK als Vorsitzender ausgleichend zu wirken und allseits anerkannt zu sein. Ich vermute, Ihr Psychologiestudium war Ihnen für Ihre Arbeit in der AK sehr hilfreich und Ihre Zeit beim BDKJ eine gute Schule.
Was für Ihr Amt in der AK sehr hilfreich war, ist Ihr stetiges Bestreben, den Blick immer wieder nach vorn zu richten. So haben Sie früh erkannt, dass das kirchliche Arbeitsrecht fortwährend weiterzuentwickeln ist – soll es glaubwürdig sein und Akzeptanz finden. Diese Weiterentwicklung war Ihnen stets ein großes Anliegen, für das Sie so manches Mal in der Öffentlichkeit einstanden. Dass dabei die Stimme der Caritas gehört wurde und Berücksichtigung fand, ist maßgeblich auch Ihrem Einsatz und Nachdruck zuzuschreiben.
Für alles das – und natürlich auch für die vielen persönlichen, anregenden Gespräche am Rande von langen Sitzungen – ein herzliches Dankeschön! Für die Zeit, die nun vor Ihnen liegt, wünschen wir Ihnen Gesundheit, viele gute Begegnungen und Gottes Segen.
Da uns aus wohl informierten Quellen zu Ohr gekommen ist, dass ein bestimmter Winzer aus dem Kaiserstuhl Sie zu erfreuen weiß, überreichen wir Ihnen zum Abschied gerne dieses Weinpaket. Wohl bekomm's!
Fotos: Oliver Hölters
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