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Tarifpolitik

Die Tarifpolitik ist das Herzstück der Arbeit der Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission. In der Arbeitsrechtlichen Kommission werden die Arbeitsbedingungen für die Einrichtungen und Dienste der Caritas von paritätisch besetzten Kommissionen gestaltet. Zu Recht hält sich der Staat hierbei zurück. Eine wesentliche Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem verfassungsrechtlich geschützten Selbstbestimmungsrecht der Kirchen zu (Art. 140 GG i. V. m Art. 137 Abs. 3 Satz 1 WRV).

Ohne Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften sowie ohne Arbeitskämpfe regelt die Caritas ihre Tarife. Die katholische Kirche in Deutschland hat ein eigenes Arbeitsrechtssystem geschaffen, das als Dritter Weg bezeichnet wird. Alle Regelungen der Richtlinien für Arbeitsverträge in den Einrichtungen des Deutschen Caritasverbandes (AVR) werden von der Arbeitsrechtlichen Kommission beschlossen. Die Tarifpolitischen Leitlinien beschreiben, was die Tarifgestaltung der Caritas auszeichnen soll.

Voraussetzung der tarifpolitischen Arbeit der Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission ist die Beobachtung und Analyse der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Refinanzierungssituation sowie der tarifpolitischen Entwicklung in den einzelnen Branchen. In den verschiedenen Gremien der Arbeitsrechtlichen Kommission beraten die Dienstgebervertreter – also die Vertreter der Einrichtungen und Dienste, Fachverbände sowie (Diözesan-)Caritasverbände – über Verteilungsspielräume und Tarifinhalte ebenso wie über die Weiterentwicklung des Tarifwerks der Caritas.

Die Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission wird in ihrer Arbeit durch die Geschäftsstelle der Dienstgeberseite unterstützt.