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Neue Grundordnung des kirchlichen Dienstes

Caritas-Dienstgeber begrüßen in ihrer Stellungnahme den Entwurf zu einer Novellierung der Grundordnung.

Grundlegender Wandel

Die Deutsche Bischofskonferenz hat am 30.05.2022 einen Entwurf zur „Grundordnung des kirchlichen Dienstes“ mit zugehörigem Begleittext veröffentlicht. Demnach soll die christliche Prägung einer Einrichtung künftig stärker an ihrem Selbstverständnis festgemacht werden und nicht mehr in erster Linie an den Mitarbeitenden. Die Caritas-Dienstgeber begrüßen diesen grundlegenden Wandel ausdrücklich. „Für Caritas-Einrichtungen ist es sehr hilfreich, dass in der Folge die Mitgliedschaft in der Katholischen Kirche nur noch für sehr wenige Mitarbeitende Voraussetzung für eine Beschäftigung sein soll,“ so Norbert Altmann, Sprecher der Dienstgeberseite der AK Caritas. Zum Statement

Wir halten den vorliegenden Entwurf zu einer Novellierung der Grundordnung für einen großen Schritt in die richtige Richtung.

Norbert Altmann,
Sprecher der Dienstgeberseite

Stellungnahme der Caritas-Dienstgeber

Die Caritas-Dienstgeber haben am 06.07.2022 dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) gegenüber eine Stellungnahme zum Entwurf der neuen Grundordnung abgegeben, in der betont wird, dass die geplante Novellierung  einen großen Schritt in die richtige Richtung darstellt. Ausdrücklich begrüßt werden die weitestgehende Herausnahme der privaten Lebensführung aus der arbeitsrechtlichen Betrachtung sowie das klare Bekenntnis und die Bestätigung des Dritten Wegs als Tariffindungssystem der Kirchen und ihrer Caritas. Positiv wird zudem hervorgehoben, dass der Entwurf explizit auch nicht katholische Personen zur Mitarbeiter in der Dienstgemeinschaft einlädt.

Um diesen Einladungscharakter des Entwurfs zu stärken, fordern die Caritas-Dienstgeber die Herausnahme des Kirchenaustritts aus dem arbeitsrechtlichen Sanktionenkatalog. Im Hinblick auf den personellen Geltungsbereich der Grundordnung wird gefordert, die Inbezugnahme der ehrenamtlich Tätigen zu hinterfragen – gerade auch im Bezug auf die arbeitsrechtlich relevanten Teile der Grundordnung. Was die im Entwurf formulierten Handlungsaufträge und Ziele für Dienstgeber betrifft, fordern die Caritas-Dienstgeber, dass die Regelungen im Hinblick auf das Handeln der Dienstgeber mehr das Tun und weniger das Ergebnis in den Vordergrund stellen sollten. Die Änderungsvorschläge im Detail können der Stellungnahme entnommen werden.

Stellungnahme der Caritas-Dienstgeber

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